Ich bin Annika.
Mit zwanzig ging ich für ein Soziales Jahr nach Peru. Danach lernte ich Maskenbild in Los Angeles und das Friseurhandwerk in Aachen. Jahre folgten als Maskenbildnerin für TV, Film und Theater – von Amsterdam bis Berlin, acht davon an der Oper in Salzburg.
Mein Beruf drehte sich lange um Schönheit und um das Verändern-Wollen. Irgendwann hat mich das müde gemacht. Zufriedenheit kommt nicht von außen. Das habe ich an mir selbst gelernt.
Heute arbeite ich genau an dieser Stelle: das Eigene anerkennen, bevor man es umbaut. Dankbar sein für einen gesunden Körper, für Haar und Kopfhaut, die tragen. Wichtiger als auszusehen wie jemand, den es schon gibt. Jeder Mensch trägt seine eigene Schönheit. Die will ich sichtbar machen – nicht ersetzen.
Was wir innen tragen, kommt nach außen. Wir verstoffwechseln, was wir essen, trinken, atmen – und was wir auf Haut und Haar legen. Der Körper ist kein Container, den man beladen kann, ohne dass etwas sichtbar wird. Oft behandeln wir ihn wie eine Mülldeponie: Chemikalien auf die Kopfhaut, Schichten auf die Haut, Tag für Tag Stoffe, die der Körper erst einmal irgendwohin bringen muss. Plastik, Rückstände, Reizstoffe. Nicht immer dramatisch. Aber ständig.
Umweltbewusstsein ist das eine. Das andere ist, wie wir mit dem eigenen Körper umgehen – mit der Haut, die uns schützt, mit dem Haar, das uns zeigt, wie es uns geht, mit der Kopfhaut, die oft als Erstes spricht.
Deshalb habe ich angefangen, genauer hinzusehen. Auf die Kopfhaut. Die Haut. Hormone, Stress, das Wasser, mit dem wir waschen. Und mich ganzheitlich weitergebildet, in der Haarlehre nach Susanne Kehrbusch. Wahrnehmen, was da ist – bevor etwas verändert wird. Veränderung beginnt nicht beim nächsten Produkt. Sie beginnt beim Hinsehen.
Seit 2019 ist Byron Bay mein Zuhause. Dort miete ich einen Stuhl in einem Salon, damit jede Beratung die Zeit bekommt, die sie braucht. In meinen Monaten in Köln arbeite ich mit Menschen aus Deutschland und Europa. Online bin ich das ganze Jahr für dich da – wo immer du bist.
Neben der Arbeit male ich. Ich gehe in den Wald oder an den Strand. Neugierig bleibe ich auf Kunst und Kulturgeschichte – und auf alles, was Haut und Haar wirklich berührt: Gesundheit. Und was Farbe mit beiden macht.